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Eigentlich wollte ich ein Weltbild schaffen, im Stile meines Europa-Bildes, welches in den Jahren 1993 bis 1996 entstanden ist. Dort hatte ich 12 Bauwerke der 12 Hauptstädte der damaligen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ohne Grenzen miteinander verbunden. Doch mit dieser Idee fingen meine Probleme auch schon an. Alle Länder auf einem Bild zu vereinigen erschien mir unmöglich. Aber welche lasse ich weg, welche stelle ich in den Vordergrund? Der Lösung meiner Probleme kam ich im Vorfeld der von Cordula Gutjahr und mir organisierten Kulturreihe „Kaleidoskop“ etwas näher. Zu unserer 5. Veranstaltung im September 2001 in Spergau wollten wir einen Weltenbummler mit einer Auswahl seiner Dias präsentieren. Dr. Harald H. Bergmann ist ein alter Spergauer und brachte auch sein Buch „Die Erde ist mein Zuhause“ aus dem Jahre 2000 mit. Genau in dem Jahr als ich nach Spergau gezogen wurde, verließ Harald Bergmann seinen Heimatort in Richtung Bundesrepublik Deutschland um die Welt zu erkunden. Es war 1957. Nach der ersten Begegnung im Frühjahr 2001 reifte in mir eine Wahnsinnsidee, die ich vorerst noch für mich behielt. Herr Bergmann hatte immerhin 191 Länder der Erde bereist. 192 gibt es nach der Zählung im Jahre 2000.

            Im Sommer 2001 konnte ich zwei Ausstellungen in meiner Wahlheimat am Rhein auf der Burg Rheinfels und dem Loreleyfelsen organisieren und durchführen. Während zahlreicher Gespräche mit lieben Freunden und netten Bekannten unterhielt ich mich auch mit der Leiterin der Touristik-Information von St. Goarshausen Ute Patt. Bei diesem Gespräch lernte ich auch ein Kamera - Team kennen. Diese Leute fotografierten Motive rund um die Loreley, welche zu einem Panorama-Bild zusammengebaut werden sollten und dann im Internet präsentiert werden. Dies war die Initialzündung für meine Idee von meinem Weltbild. Es sollte jedes Land gleichberechtigt nebeneinander in gleicher Größe und untereinander verbunden stehen. Das bedeutet, dass jedes Land 70 mal 100 Zentimeter Platz bekommen sollte. Damit würde ein Bild entstehen, welches am Ende genau 192 Meter lang sein wird, - eine Wahnsinnsidee, die ich nun nur noch Harald Bergmann beibringen musste.

            Bei unserem nächsten Treffen, erzählte ich meine Geschichte und bat darum mir ein Dia aus jedem Land der Tausenden von Aufnahmen für mich herauszusuchen. Ich konnte Harald überzeugen und der erste wichtige Schritt für meine World Union Vision war gegangen. Ende September hatte ich die ersten 50 Aufnahmen und konnte mit der Zusammenstellung beginnen. Ich wähle die Länder rein nach künstlerisch optischen Aspekten aus. Wichtig dabei ist für mich den nahtlosen Übergang von einem Bild zum anderen, von einem Land zum anderen, von einer Leinwand zur anderen zu schaffen. Die Verbindung und die Verbundenheit ist meine Vision von einer friedlichen Zukunft. Wir haben alle nur diese eine Erde. Wir sollten sie nicht kaputt machen.

            Sofort danach begann ich das erste Land in Öl auf die Leinwand zu bannen und am 23.10.2001 war Island, der Einstieg in mein Panorama-Weltbild, abgeschlossen. Mein Ziel ist dieses Lebenswerk im Jahre 2020 abschließen zu können und komplett als Weltpremiere in einem Kunsttempel vorstellen zu dürfen. Ich hoffe, dass sich nach 20 Jahren der Kreis schließen wird und wir die Schönheit unserer Erde immer noch genießen können. Gebt den Idioten keine Chance dies zu zerstören!

 

 

 

 

 

                                                                       PETER GEHRE