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PROJEKT MA-LY-MU

   
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VISION EXHIBITION

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Bildbeschreibung

meines Triptychons "Die Jahrtausendvision"

 

              Das Thema der Weltausstellung im Jahr 2000 in Hannover „Mensch - Natur - Technik“ hat mich bewogen ein Gemälde   zu diesem Ereignis zu erschaffen. Das Motto gab Anlass es als Triptychon zu gestalten. Es ist ein Ölgemälde in der Gesamtgröße von 100cm mal 240cm entstanden.

             Die drei Teile wurden von mir in der gleichen Größe gewählt, um keines der drei Bereiche zu diskriminieren, obwohl natürlich der Mensch im Mittelpunkt steht, links davon die Natur und rechts die Technik. Hauptanliegen ist es, die Verbindungen zwischen den drei Teilen und deren Zusammenwirken darzustellen. Als große Verbindungslinie kann man den alles überspannende Regenbogen bezeichnen. Des weiteren besteht eine Hauptverbindung zwischen dem Baum im Mittelpunkt des rechten Teils, über dessen Wurzel, die im Mittelteil zur Blutader wird und weiterhin wird diese Blutader im rechten Teil zur Rohrleitung, als Symbol der Lebensadern der Technik. Diese surreale  Darstellung nach Art des Salvatore Dali trifft meiner Meinung nach am Gelungensten die starke Verbindung der drei Bereiche und deren Abhängigkeiten.

             Im Naturteil links steht der Baum als Zentrum der Entwicklung. Die Nürburg dient zum Aufzeigen altertümliche Bauweise. Der Vulkan als Symbol urwüchsiger Naturgewalten und nicht zu unterschätzender Gefahr reicht bis in den Mittelteil. Des weiteren befindet sich links der Löwe, als König der Tiere und als Symbol von Kraft. Die tierische Verbindung zieht sich über des alles überragende Friedenssymbol der Taube in der Mitte bis zum übergroßen surreal dargestellten Delphin als Symbol der Hoffnung im linken Teil hin.

             Eine weiteren Verbindung der Entwicklung durch den menschlichen Geist ist in dem Holzrad ganz links über das technische Denkmal bis hin zu dem modernen Rad als Zeichen der Bewegung ganz rechts zu verstehen. Ebenfalls wird der Himmel aller Teile denen des Tages zuzuordnen sein, d.h. rechts der Morgen, in der Mitte der Tag und links der Abend.

             Der Mittelteil wird geprägt durch den Menschen im Mittelpunkt, hier dargestellt durch die sitzende mit der Erde verbundene Dame, wobei die Erde eines der Grundelemente darstellt. Ein weiteres, das Wasser, befindet sich im rechten Teil, wobei auch hier wieder die Verbindung zur Natur gegeben ist. Weiterhin befindet sich in der Mitte das Monument von Mount Rushmore, der vier amerikanischen Präsidenten Washington, Jefferson, Th. Roosevelt und Lincoln, als Beweis menschlicher Größe der vier Köpfe, z.B. war Roosevelt Friedensnobelpreisträger. Die künstlerischer Gestaltung des riesigen Denkmals, die Köpfe sind ca. 60m hoch, ist ebenfalls Beweis menschlicher Schaffenskraft. Durch den Bezug nach Amerika möchte ich auf die globale Verbindung aller Menschen mit der Technik in der Natur hinweisen. Es geht immerhin um eine Weltausstellung, was ich auch mit der Einbindung des Messehauptgebäudes von Hannover rechts im Mittelteil, wo alle Fäden zusammenlaufen, dargestellt habe. Außerdem ist mit diesen elektrischen Leitungen, welche sich nach links und rechts bis über den Bildrand hinaus ausbreiten, ein weiteres verbindendes Merkmal gegeben; der elektrische Strom als eines der wichtigsten Errungenschaften. Im unteren Bereich der Mitte sind die Porträts von Charles Darwin, links als Begründer der Evolutionstheorie zur Natur gehörig, sowie Albert Einstein, rechts als Erfinder der Relativitätstheorie der Technik nahe, eingebaut.

             Einen Blickfang im rechten Technikteil stellt das Kraftwerk von Schkopau, nahe meiner Heimat, als Ursprung der Elektrizität und der damit verbundenen Weiterentwicklung dar. Die Fackel dazwischen charakterisiert das kontrollierte  Beherrschen des Feuers als weiteres Element. Das ganze wird durch den menschlichen Geist über eine Computermaus, worauf eine Hand ruht, im Bild rechts unten, gesteuert. Es geht um den sinnvollen Umgang des Menschen mit der Technik in der Natur, und nicht nach dem Motto: „Auf die Bäume Ihr Affen, und das mit dem Auto“.

                                                                                                                                                                                                 PETER GEHRE